Bundesgesundheitsministerin
Ulla Schmidt, Schirmherrin
der Aktion mit ihrem Haus

Promi-Häuser gucken!

Prominente haben sich ans Bauen gemacht – ans Bauen mit LEGO Elementen. Das Ganze nennt sich Prominenten-Bau und ist eine Aktion des Verbandes Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V. unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt.
Wenn LEGO im Spiel ist, ist es bunt! Insgesamt wurden 10.000 Elemente in den Farben rot, grün, blau, weiß und schwarz verteilt. Jeder Prominente hatte die gleichen Baugrundlagen: jeweils 1.000 Elemente und ein Grundstück. Darüber hinaus kleine Hilfsmittel wie Strohhalme, kleine Cocktailschirme, etwas Rasen aus Plastik, Blumenkübel, kleine Steinchen, Zahnstocher, Tütenverschlüsse und etwas Schnur. Fremdmaterial durfte nur in Notfällen verwendet werden.

   

Nun war Phantasie gefragt. Es ist erstaunlich, was unsere Prominenten umgesetzt haben. Schirmherrin Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat eine „Villa Sonnenschein“ mit der Hausnummer 7 gebaut. „Meine Villa Sonnenschein“, so Ministerin Schmidt, „ist kein Haus für kalte Tag. Aber im Sommer soll sie offen stehen für nette Menschen, für Mußestunden und Bewegung“. Es ist eine Villa, die am See steht und einen Pool auf dem Dach hat. Das Haus ist barrierefrei und zu jedem Stockwerk führt ein Fahrstuhl oder ein Treppenlift. „Natürlich ist ein solches Haus großer Luxus – aber es ist ja auch nur ein Traumhaus“, so Bundesministerin Schmidt. Für die Schirmherrin der Aktion war in erster Linie wichtig, dass genügend „Baumaterial“ für Kinder zusammen kommt. Sie selbst hat sowohl mit ihrer Tochter früher als auch mit ihren Enkelkindern jetzt viel mit LEGO Elementen gebaut. „Diese Villa war eine nette Abwechslung in meinem Urlaub“, so Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. Grundstücksnachbar von Bundesministerin Ulla Schmidt ist Hans Eichel, ehemals Bundesfinanzminister. Er ist derjenige, der am wenigsten Material verbraucht hat. Sein Haus steht auf einer Wiese. „Mein Haus ist einzigartig, weil es gleichzeitig preiswert ist und trotzdem eine großzügige Wohnfläche hat“, erklärt Hans Eichel. Dass er beim Bau auch noch Geld eingenommen hat liegt daran, dass er seine Zufahrt zu Stellplätzen umgewandelt und an seine Nachbarn vermietet hat. „Der Clou ist aber“, erläutert Bauherr Eichel, „dass ich von dem Geld mein Solardach finanziert habe“. Die Idee verdient Lob – auch wenn das Dach aus Fremdmaterial gebaut wurde. Besondere Aufmerksamkeit verdient auch sein Hinweis darauf, dass die Wiesensaat aus Schottland stammt und der einzige Wucher ist der, der mit dem Wiesenwuchs am Haus zusammenhängt. Knifflige Fälle löst TV-Moderator Ulrich Meyer immer mit Bravour. So auch als Bauherr. Ihn zieht es – wie die Schirmherrin – ans Wasser. Ganz konkret nach Bali. Ulrich Meyer hat ein Pavillon gebaut. Hier sollen Feten stattfinden „oder man sitzt einfach nur auf eine der Terrassen und schaut in die balinesische Brandung“, schwärmt Bauherr Ulrich Meyer. Bemerkenswert ist seine Bastelphantasie. Er hat aus den Zahnstochern eine Matte geklebt mit dem Hinweis, dass drinnen im Pavillon der Boden mit Tropenparkett ausgelegt wurde – was wir leider nicht sehen können, weil der Pavillon drei Dächer hat. „Die Bambus-Diagonalen an einer der Hausfassaden fügen sich perfekt ein ins Bild von Natur pur“, so Ulrich Meyer, der bedauert, dafür nicht noch mehr Strohhalme gehabt zu haben. Carola Ferstl, als Moderatorin von n-tv bekannt, hat die „Villa Kunterbunt“ gebaut. Ihre Villa war eine Gemeinschaftsarbeit. „Mein ältester Sohn hatte mit den schwarzen und weißen Steinen begonnen“, erläutert Carola Ferstl. Seine Schwester soll die Anarchie ins Spiel gebracht haben – daher das Bunte. „Wir haben extra kein Dach gebaut“, erläutert die Bauherrin und verrät: „mein Jüngster hat dafür gesorgt, dass die erste Fassung des Hauses eingestürzt ist und wir alles wieder aufbauen mussten“. Dem Betrachter wird der Eingang auffallen, der einen asiatischen Touch hat. Carola Ferstl vermutet: „vielleicht stimmt der Grundriss sogar mit den uralten Feng-Shui-Strategien überein. Immerhin geht die Energie an der Seite ins Haus und bleibt dort erhalten“. Energie brauchen die Besucher des Gebäudes von TV-Moderator Cherno Jobatey. Denn er hat ein Schulgebäude errichtet. Seine gewählte Hausnummer entspricht der Anzahl der Schüler: 300. „Ich habe mir die Schule ausgesucht“, sagt Cherno Jobatey, „weil es zu meinem Motto ‚niemals aufgeben’ passt“. Seine Schule liegt nicht am Wasser, hat dafür aber ein Schwimmbad. Die Kinder sollen nicht nur lernen, sondern auch Sport treiben. Der freundliche Hausmeister empfängt die Kinder an der Tür. Jobatey hat – wie die Bauherren Hans Eichel und die beiden Professoren - Fremdmaterial verwendet. „Eine Schule braucht Fahrradständer und die habe ich aus Briefklammern gemacht“, sagt er.

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