Baubeschreibung: Villa Kunterbunt
Bauherrin: Carola Ferstl
Hausnummer:
13

Zum Gebäude:

Wir sind eine große Familie. Deshalb war es wichtig, dass wir ein Haus bauen, in dem alle Platz finden. Außerdem sind immer viele Freunde der Kinder im Haus. Und die brauchen Platz zum Spielen. Deshalb haben wir auch einen großen Garten. 
Hier können die Kinder im tiefen Rasen spielen. Wir mähen den Rasen einfach nie, damit er zum Versteckspielen genutzt werden kann. Im Haus gibt es viele Räume. Ich mag Wände und ich mag Fenster. Daher ist das Haus nicht ein offener Raum, sondern bietet Platz für Rückzugsmöglichkeiten. 
Wir haben extra kein Dach gebaut, damit man in das Haus reinschauen kann. Unser Eingang hat einen asiatischen Touch. Vielleicht stimmt der Grundriss sogar mit den uralten Feng-Shui Strategien überein. Immerhin geht die Energie an der Seite ins Haus und bleibt dort erhalten. Das wird sich beim Wohnen in den neuen vier Wänden aber zeigen. Die Villa war eine Gemeinschaftsarbeit. Wir haben alle nach und nach daran gebaut. Dadurch, dass meine Kinder mitgemacht haben, hat sich die Form des Hauses immer wieder verändert.
Mein älterer Sohn hatte begonnen mit den schwarzen und weißen Steinen zu arbeiten. Dann kam seine Schwester und hat die Anarchie ins Spiel gebracht und schon wurde alles bunt. Der Jüngste hat dann dafür gesorgt, dass die erste Fassung des Hauses eingestürzt ist und wir alles wieder aufbauen mussten. Dabei kamen uns immer neue und bessere Ideen. Unsere Hausnummer ist die 13. Das bringt Glück. Nur eine Leiter dürfen wir nicht an die Hauswand lehnen, darunter könnte man aus Versehen durchlaufen, dann wäre das mit dem Glück vorbei ;-)
Als Bauaufsicht muss ich sagen, die wirklich große Leistung meiner Kinder war, das Haus letztlich abzugeben.